Grundsätzlich unterscheidet man in pflanzliche und tierische Öle und Fette.
Außerdem gibt es noch Margarine und Kunstspeisefette.
Pflanzliche Speiseöle und Speisefette
Arten:
Pflanzenöle
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Ölart |
Beschreibung |
Verwendung |
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Baumwollsaatöl |
Aus den Samen der Baumwollpflanze durch Pressen und Extrahieren gewonnen. Vitamin E reich. |
Speiseöl mit gutem Geschmack |
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Erdnußöl |
Erdnußöl: durch Pressen aus Erdnüssen gewonnen. |
Erdnußöl: Speiseöl, Majonnaiseherstellung |
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Kürbiskernöl |
Aus den gerösteten Kürbiskernen durch Kaltpressung gewonnen. hoher Vitamin E Gehalt |
Dunkelgrünes Salatöl mit nußartigem Geschmack. Besonders gut für Sulzgerichte. |
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Leinöl |
Durch Kaltpressen aus den Samen der Leinpflanze gewonnen. |
Vornehmlich Salatöl |
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Maiskeimöl |
Aus den Keimlingen der Maiskörner durch Pressen und Extraktion gewonnen. hoher Vitamin E Gehalt. |
Goldgelbes Speiseöl, Salatöl mit süßlichem Geschmack. |
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Olivenöl |
Aus den Früchten des Olivenbaumes gewonnen. Jungfernöl stammt aus der sehr schonenden kalten Erstpressung. Reines Olivenöl ist eine Mischung aus Jungfernöl mit raffiniertem Olivenöl. |
Das hellgrüne, besonders fruchtige Jungfernöl als Speise und Salatöl. Reines Olivenöl auch zum Marinieren und einlegen. |
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Rapsöl |
Aus den Samen des Raps durch Kaltpressen oder Pressen und Extrahieren gewonnen. |
Speise und Salatöl |
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Safloröl |
Aus den Früchten der Färberdistel durch Kaltpressung gewonnen. |
Speise und Salatöl |
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Sesamöl |
Durch Pressen der Samen der Sesampflanze gewonnen. |
Kaltgepresst als Speise und Salatöl mit nußartigem Geschmack. Margarineherstellung. |
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Sojaöl |
Durch Pressen und/oder Extrahieren aus den Samen der Sojabohne gewonnen. Die für die Welternährung wichtigste Ölsaat. |
Speiseöl |
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Sonnenblumenöl |
Aus den Samen der Sonnenblume durch Pressen und Extrahieren gewonnen, karotinreich, hoher Vitamin E Gehalt. Angenehmer Geruch und Geschmack, gut haltbar. |
Hellgelbes Speise und Salatöl |
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Traubenkernöl |
Aus den Kernen der gereiften Weintrauben durch kaltes Pressen gewonnen. Hoher Vitamin E Gehalt, mild im Geschmack. |
Salatöl |
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Walnußöl |
Aus den geschälten Walnußkernen durch kaltes Pressen gewonnen. Bräunliche Farbe, nußartiger Geschmack. Nach dem Öffnen gekühlt aufbewahren. |
Salatöl |
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Weizenkeimöl |
Aus Weizenkeimen durch Pressen gewonnen. Goldgelbe Farbe, mit typischem getreideähnlichem Geschmack und Geruch, kaltgepresst sehr wirkstoffreich. |
Wertvolles Speise und Salatöl |
Pflanzenfette
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Fettart |
Beschreibung |
Verwendung |
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Kokosfett |
Aus Kopra, dem Fruchtfleisch der Kokosnuß, durch Pressen und Extrahieren gewonnen. |
Brat und Backfett mit fester Konsistenz |
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Palmfett |
Aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen, hoher Karotingehalt. |
Back und Bratfett |
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Palmkernfett |
Aus Palmkernen der Ölpalme durch Pressen und Extrahieren gewonnen. |
Fritierfett (Rauchpunkt 220°C) |
Herstellung
Brechen und Vermahlen
Fettreiche Samen, Früchte oder Keime werden gereinigt und eventuell zerkleinert.
Pressen - Kaltpressen
Der Saatenbrei wird in Schneckenpressen (Fleischwolfprinzip) unter Anwendung von Druck ausgepreßt. Durch Druck wird Wärme erzeugt, wodurch sich Öle leichter auspressen lassen. Das gewonnene Öl hat das natürliche Aroma der jeweiligen Ölpflanze. Es ist reich an fettlöslichen Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren. Kaltgepreßte Öle können ohne weitere Behandlung als Speiseöle verwendet werden.
Warmpressen
Das Auspressen der Öle erfolgt unter Anwendung von Druck und zugeführter Wärme.
Extraktionsverfahren
Herauslöcungsverfahren. Im Anschluß an der Pressen wird aus dem Ölpeßkuchen das restliche Öl bei Temperaturren von 80°C mit einem Fettlösungsmittel, z.b. Hexan oder Leichtbenzin, extrahiert. Durch Verdampfen wird das Lösungsmittel vom Öl getrennt.
Raffination
Die durch Warmpressung oder Extration erhaltenen Öle müssen raffiniert werden.
Entschleimen: Eiweißstoffe, Kohlenhydrathe und fettähnliche Stoffe werden entfernt.
Entsäuren: Freie Fettsäuren werden beseitigt.
Bleichen: Farb - Geschmacks und Geruchsstoffe werden entfernt.
Man erhält reine, neutral schmeckende und riechende Öle. Die Vitamine werden bei diesen Vorgängen weitgehend zerstört.
Härtung
Ein Teil der Öle wird enthärtet, z.b. öle für die Margarineherstellung und Kokosfette. Dabei werden ungesättigte Fettsäuren durch Wasserstoffanlagerung gesättigt.
Tierische Speiseöle und Speisefette
Arten
Tierische Öle
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Ölart |
Beschreibung |
Schmelzpunkt |
Verwendung |
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Lebertran |
Reich an Vitamin A und D |
Flüssig |
Gewinnung von Vitaminkonzentraten |
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Tran, Seetieröl, Walöl |
Nur noch sehr geringe Bedeutung als Speiseöl auf Grund der starken Rückgänge der Fischfänge. |
Flüssig |
Zur Herstellung von Margarine und Kunstspeisefetten |
Tierische Fette
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Fettart |
Beschreibung |
Schmelzpunkt |
Verwendung |
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Butter |
Bedeutendstes tierisches Fett. |
Bei 30°C |
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Butterschmalz |
Nahezu Eiweiß und Wasserfrei, gelb grießlich und fest. |
Bei 30°C |
Butterschmalz kann stärker erhitzt werden als Butter (bis 160°C) und ist länger haltbar. |
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Gänseschmalz |
Weiß bis blaßgelb, es ist körnig weich und schmackhaft. |
25-37°C |
Speisefett, als Spezialität z.b. Gänseleber in Gänseschmalz, Gänseleberpastete |
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Schweineschmalz |
Weiße Farbe, körnig. Bei Zimmertemperatur halbweich und streichfähig. |
36-42°C |
Speisefett als Brotaufstrich. |
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Rindertalg, Kernfett |
Gelblichweiß, bei Zimmertemperatur fest und spröde, schwer verdaulich. |
45-50°C |
Zum Konservieren von Rindfleisch. Als Speisefett in geringem umfang geeignet. Herstellung von Margarine. |
Herstellung
Lebertran: Fischleberöle der Leber von Dorsch, Heilbutt, Schellfisch.
Tran: Durch Ausschmelzen aus den Fettschichten von Walen, Robben usw.
Butter: Aus Milchfett.
Butterschmalz: Durch Erhitzen der Butter.
Schmalz: Durch Ausschmelzen des Fettgewebes von Gänsen, Enten, Schweinen.
Talg: Von Rindern (Kernfett) und Schafen.
Margarine und Kunstspeisefette
Margarine ist ein der Butter ähnliches Speisefett, welches vorwiegend als pflanzlichen Fetten und Ölen besteht und kein oder höchstens 1% Milchfett enthält.
Kunstspeisefette sind Mischungen aus Speisefetten und Speiseölen, die für verschiedene küchentechnische Verwendungszwecke hergestellt werden.
Arten
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Margarinesorte |
Beschreibung |
Verwendung |
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Milchmargarinen |
Zu ihrer Herstellung wird Milch verwendet. |
Ausschließlich zum Kochen und Braten geeignet. |
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Pflanzenfettmargarinen |
Ausschließlich aus pflanzlichen Fetten und Ölen hergestellt. |
Speziell als Brotaufstrich, Würzmargarine. Sie ist bei kühler Lagerung streichfähig. |
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Delikateßmargarinen |
Mit Milch hergestellte Pflanzenfettmargarine. |
Wie Milch oder Pflanzenmargarine. |
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Diätmargarinen |
Mit hohem Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Der Cholesteringehalt ist sehr niedrig. |
Bei Stoffwechselerkrankungen und überhöhtem Cholesterinspiegel. |
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Margarinen mit verschiedenen küchentechnischen Verwendungszwecken |
Crememargarine, Ziehmargarine, Brat und Backmargarine |
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Margarineschmalz |
Eine dem Butterschmalz ähnliche Mischung aus gehärteten Pflanzenfetten und Ölen. Margarineschmalz ist fast wasserfrei. |
Zum Kochen, Braten und Backen. |
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Streichfett mit verringertem Fettgehalt (Minarine, Milchleichtfett) |
Streichbare Emulsionen aus 40% pflanzlichen Fetten oder 40% Milchfett. Der Wassergehalt beträgt 50%. |
Nur als Brotaufstrich. Nicht zum Braten Backen oder Kochen. |
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Pflanzenfettcreme |
Flüssig, Fettgehalt von 25%. |
Flüssig oder aufgeschlagen wie Obers. |
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Kunstspeisefette |
Nicht aromatisiert, gefärbt und nicht emulgiert. |
Bratfett, Backfet, Ziehfett, Fritierfett. |
Herstellung
Hergestellt wird eine Fettmischung aus festen Fetten und flüssigen Ölen: Palmkern, Kokosfett, Soja, Palm, Sonnenblumen, Ednuß Baumwollsaatöl, tierische Fette, raffinierte Trane. Die Fettmischung soll eine streichfähige Konsistenz aufweisen. Da die Fett Öl Mischung meist eine zu weiche Beschaffenheit besitzt ist eine Härtung notwendig.
Mischen
Die Fett-Öl-Mischung wird mit fettlöslichen Vitaminen, mit Lezithin und Karotin gerührt = Fettphase. Getrennt davon mischt man entrahmte Milch, Sauermilch oder Wasser mit verschiedenen wasserlöslichen Zutaten. (Kochsalz, Zitronen, Milchsäure, Stärke, Aromen usw.) = wäßrige Phase.
Emulgierung
In einem Schnellkühler mit Rührwerk werden Fettphase 80%, und die wäßrige Phase 20% vermischt. Durch mechanische Bearbeitung entsteht eine butterähnliche Emulsion. Durch Knetvorgänge wird die gewünschte Elastizität erreicht.